Der Regierungsbezirk Aachen (1850)/219

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Der Regierungsbezirk Aachen (1850)
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Ac regbez kaltenbach 1850.djvu
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besaß. Im 16. Jahrhundert wird die Pfarrkirche zu Weisweiler nebst einer Kapelle beim Hause Palant im Dekanat Jülich, Amt Wehrmeisterei, genannt, damals besaßen die Grafen von Bretzingen, als Inhaber der dortigen Burg, das Patronatrecht.

Weisweiler war bis zum Jahre 1794 eine Jülichsche Unterherrschaft mit eigener Gerichtsverfassung, welche die Ritter von Wyswilre als Grundherren erkannte. Ritter Gerard von Weisweiler vergleicht sich 1289 mit dem Kloster Winaugia wegen Zinspflichtigkeit. Werner von Weisweiler verkauft im 14. Jahrhundert die Burg und Herrlichkeit Weisweiler an Carsilius VII (1374-1408), Sohn Werner's V., Herrn zu Palant, Breidenbend, Wildenburg, Frechen, Bochen ec. — Bei dem jetzigen Hofe Palant lag die uralte Stammburg Pallant, von welcher sich die vielverzweigte adelige Familie von Palant nannte. Rütger, Sohn Willibrand's II. von Palant erhielt 1005 durch Heirath das Schloß Breidenbend (unweit Linnich). Adam von Palant, Herr zu Weisweiler, erhielt durch Heirath Coslar, welches nachher an Adam von Harf zu Linzenich (bei Jülich) kam. Der Hof Palant war holzberechtigt am Wehrmeistereiwalde, welcher in frühern Zeiten bis Weisweiler reichte. Bei der Theilung, welche gemäß churfürstlichen Beschlusses von 1776 erfolgte, erhielt derselbe 1/12 dieses Hochwaldes. — Das südwärts im Weisweiler Walde gelegene Dörfchen Hücheler hieß 1250 Hüchilheym; es gehört gegenwärtig zur Pfarre und Bürgermeisterei Weisweiler. — An dem sogenannten Galgenberge zwischen Weisweiler und Dürwiß, wo die in der Herrschaft Weisweiler zum Tode verurtheilten Verbrecher gehenkt wurden,