Jägenberg

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Hierarchie Regional > Litauen > Jägenberg
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > {{PAGENAME}



Einleitung

Jägenberg, bis 1920 Kreis Tilsit, Ostpreußen, 1920-1939 Kreis Pogegen, 1939-1945 Kreis Tilsit-Ragnit


Name

Andere Namen und Schreibweisen


Namensdeutung

Jägenberg oder Gegeningken bezieht sich auf den Fluss Jäge (auch Gegen, Gäge, Jäge).

  • prußisch "gegis" = Hain aus Erlenwald, Heuwiesen und Äckern
  • "geguse" = Kuckuck


Allgemeine Information

  • Gut, 6,5 km nordwestlich von Tilsit, gegründet 1736[4]


Politische Einteilung

1.5.1939: Jägenberg kommt zur Gemeinde Pellehnen. [5]

1.10.1939: Pellehnen kommt zum Kreis Tilsit-Ragnit. [6]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Jägenberg gehörte 1912 zum Kirchspiel Tilsit Land, nach der Abtrennung des Memellandgehörte es aber 1933 zum Kirchspiel Pogegen.


Standesamt

Jägenberg gehörte 1888 zum Standesamt Winge.


Bewohner


Geschichte

Drei alte, in Preußen schon in der Ordenszeit angesessene Familien lassen sich auf Jägenberg ermitteln; es sind dies die Herren Derschkau, welche 1640 nachweislich im Besitz eines Grundstücks zu adlig-köllmischen Rechten im Amte Winge gewesen. Auf einer Karte von 1694 (im Besitz der litauisch-literarischen Gesellschaft Tilsit) findet sich ein Areal von 8 Hufen 8 Morgen "Derschkauen-Gütchen" benannt, das heutige Jägenberg; ein anderes Geschlecht war das derer von Gersdorff, und schließlich um 1742 die von Kortzfleisch auf Jägenberg und Plauschwarren. Die älteste bekannte Verschreibung, in der nur 5 Hufen 10 Morgen Land angeführt werden, hat der Amtsschreiber von Winge, Nickel Borchardt, am 5. Februar 1614 vom Markgrafen Johann Sigismund nebst freier Fischerei im Jägefluß erblich erhalten.

Um 1820, vielleicht noch einige Jahre früher, erwarb der Rittmeister Johann Heinrich Cöler (Sohn des Oberamtmanns Cöler auf Ballgarden) das Gut Jägenberg, und starb daselbst im Jahre 1845, nachdem er schon 1803 für persönliche Verdienste den erblichen Adel erhalten hatte und den Charakter als Major besaß, ohne Leibeserben zu hinterlassen, da er unvermählt geblieben; in seinem 1841 errichteten Testament bestimmte er seinen Schwestersohn, den Gutsbesitzer Louis Dreßler auf Linkuhnen zum Universalerben; Jägenberg blieb nun fast 30 Jahre ein Vorwerk von Linkuhnen, bis es nach dem Tode des Louis Dreßler zum Zweck der Teilung unter die überlebenden Brüder Dreßler unerhört billig verkauft wurde; der Ersteher Georg Hagen verkaufte Jägenberg sofort und mit erheblichem Verdienst für 210000 Mark an den Besitzer Kairies. Am 24. September 1881 kam es in den Besitz des Herrn Eugen Paulini für 180000 Mark, in dessen Familie das inzwischen durch Ankauf der Bebrub und der Wittschen Wiesen sehr vergrößerte Gut bis heute geblieben ist. (Anm.: Stand 1913)[7]


Verschiedenes

Karten

Jaegenberg auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
siehe links von Pogegen auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Jägenberg und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 65, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Jägenberg im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 65, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Jägenberg in den Messtischblättern 0896 Rucken und 0897 Pogegen (1913-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

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Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  3. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  4. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  5. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm
  6. Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939
  7. Kopp, Jenny: Beiträge zur Chronik des ostpreussischen Grundbesitzes, 1913