Schwarzenfels/Forscherkontakte

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Schieferdeckergeschlecht Herold

Das ehemalige Amt der Obergrafschaft Hanau wurde später Witwensitz der Hanauer Grafenwitwen. In den Hausgesäßen von anno 1630 taucht noch kein Herold auf. Die erste Nennung in Schwarzenfels ist ein „Friedrich Herholt“ um 1716. Die Grafschaft kam 1643 durch Pfandbesitz zur Landgrafschaft Hessen-Cassel. In der Region gab es bereits zwei größere Auswanderungswellen im 18. Jahrhundert: Ins Wolgagebiet und nach Ungarn. Schwarzenfels war ev.ref. und hatte viele Einwohner aus der näheren Umgebung aber auch aus Tirol.

Georg Friedrich Herold, professioneller herrschaftlicher Schieferdecker, heiratet 1717 Maria Eva Elisabeth Grau, Tochter des Maurers Carl Grau. Fortan waren die Herolds als Schieferdecker vor Ort. Ein Nachfahre, Hartmann Herold *1762 in Schwarzenfels, wurde 1806 in der Kolonie Neu-Galenczewo bei Wreschen, Polen, als Kolonist mit der Herkunftsbezeichung "aus Hessen-Kassel" aufgeführt. Sein Sohn Franz wanderte mit der großen Anwerbungswelle 1814/5 mit anderen Kolonisten aus Neu-Galenczewo nach Bessarabien. Er heiratet dort Anna Maria Herrmann, geboren in Nellingsheim, Württemberg und lebte erst in der Kolonie Wittenberg um dann 1822 nach Klöstitz zu ziehen, wo er 1831 in der großen Choleraepedemie verstarb. Das Paar hatte viele Nachfahren.

Die Ortsgeschichte von Schwarzenfels ist wunderbar aufgearbeitet durch Karl Ulrich, der auch einige Bücher hierzu rausgab.

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