Provinz Westfalen/Hessische Steuerrektifikationskommission

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Inhaltsverzeichnis

Hessische Steuerrektifikationskommission

Zur Beseitigung der Ungleichheiten bei der Repartition der 1806 verordneten allgemeinen Vermögenssteuer wird von der Arnsberger Regierung am 6. Januar 1807 eine vorläufige Berichtigung der Grundsteuerverhältnisse angeordnet, wozu unter Oberleitung einer besonderen Steuerrektifikationskommission provisorische Flur- und Lagerbücher angefertigt werden sollen. Seitens der Steuerrektifikationskommission ergehen dazu am 20. Januar 1807 Ausführungsbestimmungen mit näheren Angaben über die anzulegenden Flur- und Lagerbücher und die Aufnahme und Klassifikation der Grundstücke. Das Herzogtum Westfalen wird zu diesem Zweck in 223 Taxationsbezirke eingeteilt und für jeden dieser Bezirke am 25. April 1807 ein Spezialkommissar benannt.

Archive

  • Landesarchiv NRW, Staatsarchiv Münster, Behörden der Übergangszeit 1802-1816, Entschädigungsländer, Großherzogtum Hessen, Arnsberger Behörden, Steuerrektifikationskommission
    • Umfang: 1 Aktenstück. Verzeichnung: Repertorium B 62, (1665) 1798-1816.
      • Darin: Anfall an Schalenhafer.

Grundsteuerkataster

Im April 1809 ist die Steuerrektifikation so weit fortgeschritten, daß Steuerkapitalien errechnet und Steuerbücher errichtet werden können. Ende 1811 ist die Kommission mit der Errichtung des neuen provisorischen Grundsteuerkatasters fertig, so daß an Stelle der bisherigen Schätzung eine Grundsteuer erhoben und ausgeschrieben werden kann. Die am 19. August 1810 für jedes Amt angestellten Steuerperäquatoren haben die Flur-, Lasten-und Steuerbücher durch Ab- und Zuschreiben in Ordnung zu halten und Steuerrepartitionslisten anzulegen.

Taxationsbezirke

Gemäß den für die Steuerrektifikationskommission ergangenen Anordnungen wurden ab 1807 in den einzelnen Taxationsbezirken des Herzogtums Westfalen Flur- und Lagerbücher, Güter- und Gebäudeverzeichnisse, provisorische Grundsteuerkataster und Steuerkapitallisten sowie Generalverzeichnisse angelegt.

Übergabe an Preußen

Diese Unterlagen gelangten in preußischer Zeit an die Amtsverwaltungen. Von einer Reihe von Ämtern wurden sie an das Staatsarchiv Münster abgegeben, in einem Fall (Amt Werl) dort hinterlegt.

Archive

  • Landesarchiv NRW, Staatsarchiv Münster, Behörden der Übergangszeit 1802-1816, Entschädigungsländer, Großherzogtum Hessen, Arnsberger Behörden, Kataster
    • Umfang: 307 Bände, davon 25 Depositum (10 Pakete). Verzeichnung: Repertorium B 63.
      • Darin: Amt Oestinghausen (nur Oestinghausen), Amt Erwitte (Eickelborn, Ostinghausen, Bettinghausen, Lohe), Gericht Körbecke, Amt Bilstein (Förde und Bonzel, Maumke und Meggen, Bilstein und Kirchveischede, Lenne und Niederfleckenberg, Harbecke und Werpe, Benolpe und Welschenennest, Rarbach, Kruberg und Fahlenscheid), Gericht Attendorn (Elspe, Theten und Hachen), Amt Brilon (Bontkirchen, Bruchhausen), Gericht und Freiheit Bödefeld, Gericht Kalle, Gericht Meschede-Remblinghausen und Freiheit Meschede, Amt Fredeburg, Amt und Stadt Werl, Patrimonialgericht Bergstraße, Gericht Padberg; Möhnemarken, Stockumer und Enster Sundern, Wennemer Mark; Gebäude im Amte Meschede.
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